22 Karat Gold

22 karätiges Gold – das bedeutet nicht weniger, als dass 22 von 24 Teilen des vorliegenden Objektes aus reinem Gold sind. Es handelt sich somit um eine Legierung. Überträgt man die Angabe von 22 Karat Gold auf die Gewichtspromille des jeweiligen Gegenstandes, so ist von 916 2/3 auszugehen – es handelt sich also um einen Feingehalt von ca. 91,6%. Im Handel ist 22 karätiges Gold an der Bezeichnung Gold 916 zu erkennen.

22 Karat - 916er Gold - 91,66% Goldanteile

Gold mit 24 Karat ist zwar am hochwertigsten und reinsten – im Handel wird es unter Gold 999 geführt – bringt aber auch einige Nachteile mit sich. Gold an sich ist ein relativ weiches Metall, wodurch Gegenstände aus reinem Gold sehr empfindlich sind. Für den andauernden gebrauch, beispielsweise als Schmuck ist dieser Reinheitsgrad also eher ungeeignet. Gegenstände mit 22 Karat Gold hingegen verfügen immer noch über eine hohe Reinheit, die beigemischten Stoffe sorgen jedoch für eine höhere Widerstandsfähigkeit. Dabei gilt, dass Gold umso edler wirkt, je reiner es ist. 22 karätiges Gold besitzt also immer noch einen strahlenden Glanz, obwohl es sich um eine Legierung handelt.

Hochwertiger Schmuck besteht auch immer aus relativ hochwertigen Legierungen. Hier ist jedoch auf regionale Eigenheiten zu achten. Schmuck in 22 Karat Gold beispielsweise ist wegen seiner als besonders edel geltenden Eigenschaften vornehmlich in den Ländern des nahen Ostens sehr beliebt. Der sattgelbe Goldschmuck in der Türkei, Ägypten oder den Ölstaaten am Golf von Persien hochgeschätzt. Global betrachtet lässt sich die Aussage treffen, dass satte, kräftige Goldtöne (und damit besonders hochkarätige Zusammensetzungen) umso beliebter werden, je weiter südlich (gemessen an den Breitengraden) der entsprechende Kulturkreis liegt. Im malaiisch beeinflussten Kulturraum beispielsweise gelten Schmuckgegenstände aus reinem Gold als besonders beliebt.